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Geschrieben von Tobi {MMO} am 20.09.2005 um 13:35:

  Einlasssteuerzeit - Schlitzgröße - Kolbenhemd

Hi an alle Tuningfreaks!

Ich habe mir ein paar Gedanken über das o.g. Thema gemacht, und wollte mal ein paar Fragen stellen.

Normalerweise sagt man ja oft: Lieber den Einlass nach UT, als Kolbenhemd kürzen um mehr Steuerzeit zu erlangen.
Ist ja im Prinzip auch wegen größeren Kanalquerschnittes auch ganz sinnvoll, habe ich auch bis jetzt immer so gemacht.

Jedoch.. je mehr der Einlass Richtung UT bearbeitet wurde, desto "länger" wird er doch auch vom Kolbenhemd überlaufen => ergo der Schlitz nicht ganz freigegeben.. da treten bestimmt auch Verwirbelungen auf usw

Hat einer Annäherungs- oder Erfahrungswerte, wie weit man den Kanal bearbeiten sollte, und ab wann es sinnvoller wäre, zwecks längerer völlständiger Öffnung des Schlitzes, das Kolbenhemd zu kürzen?

Bitte keinen Spam in diesem Thread! Danke!
(Darunter fallen auch so Antworten wie: "Da habe ich keine Ahnung von, kann ich dir nicht helfen!) Zwinker

Würd mich freuen, wenn die Leute mit etwas mehr Ahnung mir weiterhelfen würden!

MfG, euer Tobi



Geschrieben von Andi am 20.09.2005 um 16:59:

 

Das Kolbenhemd überläuft den Einlaßschlitz kein Gramm länger bei beiden Varianten..gleiche Einlaßzeit vorrausgesetzt.
Was Vorteile bei Bearbeitung des Zylinders bringt ist der größere Querschnitt und das der Kolben weniger kippelt, weil er länger bleibt.
Nachteil dabei ist das es nicht mehr rückgängig zu machen ist durch den Einsatz eines Originalkolbens wenn dich der Trachtenverein erwischt. Da wäre der Zyli weg..so nur der kolben.



Geschrieben von Zweistein am 20.09.2005 um 17:23:

 

Ich habe immer gedacht, zuerst mal kolbenhemd kürzen und dann anfangen mit zyli bearbeiten...



Geschrieben von Bernhard am 20.09.2005 um 18:00:

 

Den Einlass bearbeitet man so lange, bis Richtung KW nicht mehr weggenommen werden kann. Bei Einlasszeiten von z.B. über 160° wird das so gemacht. Da kann man nicht noch mehr wegnehmen, also wird der Rest am Kolben gemacht. Verwirbelungen gibt es durch das Kolbenhemd sowieso. Da bringt der größere Kanal mehr, als weniger Verwirbelung und kleinerer Kanal.



Geschrieben von Tobi {MMO} am 20.09.2005 um 19:38:

 

Um solche Sachen wie "erstmal mit Kolbenhemd kürzen beginnen" oder darauf achten, wie man es wieder original bauen kann, gehts hier nicht.
Ich hatte nur die optimale Bearbeitung im Sinn.. bzw hab darüber halt nachgedacht was besser ist.

Fazit: Immer so viel wie's geht am Zylinder abnehmen?



Geschrieben von Kawasaki am 20.09.2005 um 20:18:

 

Nein, man sollte im Allgemeinen schauen, dass die Kolbenunterkante den Einlassschlitz um ca. 15 % seiner Höhe überläuft, damit der Schlitz wenigstens für eine Weile offen ist ohne eine strömungsungünstige Kante. Wir Drehschieber Fahrer habens da einfacher.....



Geschrieben von Tobi {MMO} am 20.09.2005 um 20:26:

 

...wem soll ich jetzt glauben?

@ Kawasaki: Den Wert haste ausm 2 Takt Tuning Buch, ne? Mein ich auch mal gelesen zu haben..

Was sagen die anderen dazu?



Geschrieben von Kawasaki am 20.09.2005 um 20:41:

 

Ja, Tobi, war ausm Zweitakt Buch. Es erscheint mir aber sehr plausibel. Ich denke Kürzungen bis 3mm sind kein Thema, aber mehr würde ich nicht machen und es ist auch nicht nötig, wenn man den Einlassschlitz dann nur noch minimal bearbeitet.



Geschrieben von Tobi {MMO} am 20.09.2005 um 20:47:

 

Zitat:
Original von Kawasaki
Ja, Tobi, war ausm Zweitakt Buch. Es erscheint mir aber sehr plausibel. Ich denke Kürzungen bis 3mm sind kein Thema, aber mehr würde ich nicht machen und es ist auch nicht nötig, wenn man den Einlassschlitz dann nur noch minimal bearbeitet.


Wie schon gesagt, darum gehts hier nicht.
Nur um die Theorie selber.



Geschrieben von MoFa_MaTzE am 03.11.2005 um 00:01:

 

was ist die maximale steuerzeit die schlitzgesteuert möglich wäre?

und was passiert wenn die einlasssteuerzeit zu lang würde?



Geschrieben von easy_rider am 03.11.2005 um 00:39:

 

stimmt schon was ihr da alle sagt, also fazit is, dass der kolben den einlassschlitz um mind 15%überläuft, dann nimmste am zylinder soviel weg wies geht, hatte schonma 165° is aber wirkliche grenze, un wenn da dann nixmehr geht wieder am kolben, und alles strömungsgünstig natürlich...
doch generell immer zuerst so viel wie möglich inne breite gehn, da durch längere steuerzeit viel unterdruck vor dem öffnen verloren geht.... danach bleibt halt nixmehr anneres übrig als richtung ut zu wandern....

so far...


mfg



Geschrieben von Tobi {MMO} am 03.11.2005 um 08:20:

 

Zitat:
Original von MoFa_MaTzE
was ist die maximale steuerzeit die schlitzgesteuert möglich wäre?

und was passiert wenn die einlasssteuerzeit zu lang würde?


Leigt am restlichen Motor, wie die max. Steuerzeit ist.. an den Überströmer-/Auslasszeiten, am Einlasssystem, an der Vorverdichtung usw usw

Bei deinem Motor (kenne dein Zeugs ja alles aus den Threads :zwinkerSmile würde ich nicht unbedingt über 180° gehen, damit das Ding noch gut alltagstauglich ist!

Wenn die Einlasssteuerzeit zu lang wird, verschiebt sich die Resonanzdrehzahl des Einlasssystems immer mehr in höhere Bereiche, und passt nicht mehr zum Rest des Motors, und wird wahrscheinlich erst gar nicht erreicht!



Geschrieben von wwwtuningschmiedede am 03.11.2005 um 08:38:

 

Die Einlasssteuerzeit, bzw- der schlitzgesteuerte Motor hat immer symmetrische Steuerzeiten!

Somit sollte sich die Diskussion über die max. Einlasssteuerzeit in Staub auflösen, oder?
Mopet



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