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Geschrieben von Tim^ey am 19.12.2007 um 14:57:

  Probleme mit Kreidlerkurbelwelle

Moin Moin,
ich will meiner Kreidler LF (Dreigang-Hand, die Kurbelwelle mit den "angefasten Aussenkanten") ein neues Pleul von Mazuchelli sponsoren, damit ich die Sinterbronzelaufbuchse los bin. Die Welle ist auch schon zerlegt, mein Problem ist jedoch, das ich grade mit ziemlich beschissenen Toleranzen zu kämpfen habe:


1a. Bolzen alt
D= 16,02mm
Länge= 38,41mm

1b. Pleuel alt
Breite= 9,77- 9,775mm

2a. Bolzen neu
D= 16,01mm
Länge= 37,94mm

2b. Pleuel neu
Breite= 9,76mm

Wangenbreite 1= 14,43mm
Wangenbreite 2= 14,36mm

Somit ergibt sich:
Gesamtbreite= Wangenbreite 1( 14,43mm) + Wangenbreite 2 (14,36mm) + PleulBreite (9,76mm) = 38,55mm


Gesamtbreite 38,55mm- Länge Bolzen neu 37,94mm= -0,61mm !

Fazit bei Verwendung des neuen Pleuelsatzes kann der Bolzen nicht voll gepresst werden, auch brauch das Pleuel unten Luft.


Gibt es von Kreidler hier irgendwelche Anhaltswerte? Vor allem wieviel Spiel das Pleul unten original haben soll?????

Ich bin grad recht ratlos, ich möchte nicht mein altes Pleul wieder in die Welle verpressen lassen... Bescheurt


Vielen Dank für eure Antworten...

MfG Tim



Geschrieben von Cagiva14 am 19.12.2007 um 21:14:

 

sagt dir der ausdruck presspassung e10 etwas ??

mfg Obercool



Geschrieben von Tim^ey am 19.12.2007 um 21:34:

 

Das e10 sagt mir nix, ich hab auch im Technischen Handbuch von "INA" nix gefunden

also, sei doch so nett und klär mich auf fröhlich Baby
Dass die Presspassung dann n "wenig softer" wird kann ich mir wohl vorstellen, laut meinem Fachmann (der schon bestimmt >100 Wellen im Vespatuningbereich gemacht hat) geht das wohl noch.
Meine Frage is eigentlich hauptsächlich :
wieviel Spiel muss das Pleul zwischen der Wangen haben?
Normalerweise wird n Pleul ja entweder "oben oder unten" durch Anlaufscheiben geführt bei dem Kreidlermotor warn da jedoch keine drin und ich nehme auch an dass Kreidler am Kolben keine (Anlaufscheiben-)Führung hatte....



Geschrieben von easy_rider am 19.12.2007 um 21:58:

 

es gab obengeführte pleuls, die durch den kolben geführt wurden... komplett ohne anlaufscheiben..


zumindest bei zündapp^^

also wirds wohl bei dir auch so sein..



Geschrieben von Kreivarna {MMO} am 19.12.2007 um 21:59:

 

hab bei mir im rennmofa nen zehntel spiel gemacht glaub ich. hat ganz gut hingehauen



Geschrieben von Rser am 02.03.2008 um 14:31:

 

Kurbelwelle Kreidler


Pleuelzapfen: 16mm + 0,011mm
+ 0,015mm

Pleuelauge: 21mm + 0,025mm
+ 0,029mm

Pleuellager: 16/21/10 (Bolzen/Pleuelauge/breite Pleuel)

Nach meiner Erfahrung sollte bei der Paarung Bolzen und Pleuel ca. 0,012 - 0,014mm Luft sein, das heißt bei einem Bolzendurchmesser von 16,011
( gemessen bei mir) sollte das Pleuelauge einen Durchmesser von ca. 21,023 haben.
So wird ein Spiel von 0,006mm gewährleistet.

Bei einer guten Paarung hat das Pleuel am Auge (Hubzapfen) ein Spiel von ca. 0.5mm seitlich und am Pleuelkopf ca. 1mm seitlich.

Je mehr Leistung und Drehzahl angestrebt wird, umso mehr Luft sollte die Lagerung haben (Wärmeausdehnung).

Natürlich reden wir hier von Tausendstel- Bereichen.

Von Wange zu Wange (Anlage Lager 40mm Breite nach dem Pressen)



Geschrieben von Andi am 02.03.2008 um 16:33:

 

RSer hat Recht.
Du spielst da in der 1/1000mm Liga ohne es zu wissen.
Im Grunde hat der Hubzapfen 16mm. Wenn man bei den alten originalen Kreidlerhubzapfen drauf schaut, findet sich meist ein Aufdruck zwischen 10 und 15. Der besagt wieviel Tausendstel Millimeter Übermaß der Hubzapfen hat. Die Hubzapfen von Mazzuchelli liegen meist so bei 5-8/1000stel Übermaß und werden nur richtig fest in einer Wange in der vorher noch kein 13-15er Zapfen verpresst war.
Wenn du die Wangen zusammen presst, reichen 0,4 bis 0,5mm seitliches Spiel. Das der Hubzapfen dabei nicht bündig mit den Wangen ist spielt keine Rolle.
Hast Du überhaupt eine Vorrichtung und Meßwerkzeug um die Welle nach dem Zusammenpressen zu richten, bzw. weißt du überhaupt wie das geht?
Mich beschleicht das Gefühl du solltest dich besser an jemand wenden der sich damit auskennt, wäre Schade ums neue Pleuel und all den anderen Dingen die noch dabei kaputt gehen können.



Geschrieben von Tim^ey am 02.03.2008 um 18:12:

 

Die Geschichte ist jetzt schon gelaufen. Das neue Pleul ist mit 4 Zehnteln Spiel zu den Wangen verpresst worden (Bei Grand Sport in Hamburg). Ich hab die Welle danach noch Laserverschweißen lassen da ich auf Grund des kleineren Bolzens ein Verdrehen befürchtet habe.
MfG Tim



Geschrieben von Andi am 02.03.2008 um 18:17:

 

Aha, damit kann man sie beim nächsten fälliigen Lagerwechsel demnach gleich entsorgen.



Geschrieben von Tim^ey am 02.03.2008 um 20:28:

 

[Ironiemodus on]
Oh, danke für den Tip Andi, dadran hab ich noch garnicht gedacht
[Ironiemodus off]
Augen rollen

Man hätte die Welle auch verstiften können, angeblich soll es auch schon Kleber dafür geben (wo der bei der Passung sitzen soll ist mir allerdings ein Rätsel).

Da ich selbst nicht verpressen und ausrichten kann Habe ich mir meine Prioritäten so gesetzt und nun ist es so.



Geschrieben von Andi am 03.03.2008 um 00:22:

 

wenn du bessere Erfahrungen machen willst, dann melde dich das nächste mal besser bei mir Zwinker



Geschrieben von schlammbeizer am 03.03.2008 um 20:35:

 

Zitat:
Original von Rser


Nach meiner Erfahrung sollte bei der Paarung Bolzen und Pleuel ca. 0,012 - 0,014mm Luft sein

Je mehr Leistung und Drehzahl angestrebt wird, umso mehr Luft sollte die Lagerung haben (Wärmeausdehnung).



liegt man heutzutage mit einem heißen rennmotor zwischen 16 und 18 1/1000 pleuellagerspiel richtig (man hört viel verschiedene meinungen)
ich würde auch zu den 16-18 tendieren weil uns bei ori-wellen schon oft das lager ausgeglüht ist obwohl wirklich alles am motor gepasst hat

mfg


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